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Robin Williams auf Hochtouren!
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Der 200-Jahre-Mann (DVD) Gestern abend habe ich mir diesen Film das erste Mal angesehen und als allererstes muß ich mal wieder der deutschen Namengebung eine fette Kritik zukommen lassen. Ich habe den Film zwar in Originalsprache geschaut, kannte aber den deutschen Titel dazu und da ich über die Handlung nichts wirklich wußte, ging ich davon aus, dass es sich bei diesem Film um eine typische Robin-Williams-Komödie alá Flubber oder Mrs.Doubtfire handelt. So dachte ich also, ich könnte mir den Abend ein bisschen aufheitern...aber weit gefehlt, denn der Film ist alles andere als eine Komödie und der Titel "Der 200-Jahre-Mann" hatte bei mir tatsächlich den festen Eindruck geweckt, dass es nur eine Komödie sein könnte. Aber das nur am Rande. Kommen wir nun zu meiner eigentlichen Bewertung des Filmes:
Der Film ist ein absoluter Hammer! Selten habe ich einen so emotional tiefgängigen Film wie diesen hier genossen. Von Anfang an fängt einen die unglaublich sympathische Stimme von Robin Williams ein und läßt einen bis zum Ende des Films nicht wieder los. Aber bevor ich weiter ins Detail gehe, sollte denjenigen, die den Film noch nicht kennen, vielleicht ein klein wenig über dessen Handlung verraten sein: Familie Matthews (Vater, Mutter und 2 kleine Töchter) bekommen Familienzuwachs: einen Androiden oder -einfach ausgedrückt- einen Roboter, der ihnen als Haushaltskraft dienen soll. Doch schon schnell bemerken sie, dass Andrew, so der Name des Roboters hinter dessen stählernen Fassade sich Robin Williams zunächst nur als Stimme verbirgt, mehr ist als nur eine Haushaltshife. Denn Andrew hat -im Gegensatz zu allen anderen Robotern auf der Welt- Gefühle und eine Persönlichkeit! Schon schnell zieht er die Familie in seinen Bann (mit Ausnahme der einen rebellischen Tochter). Zum Vater baut er eine intensive Freundschaft auf und bekommt von ihm so einiges gelehrt, was zum Menschlich-Sein dazugehört. Dies ist fortan Andrews innigster Wunsch: er möchte ein Mensch sein. Der Wunsch wird immer stärker in ihm je mehr die Zeit vergeht, denn Menschen, die er liebt, sterben und er bleibt allein zurück. Schließlich macht er sich auf die Suche nach einem Roboter, der wie er ist, doch ohne Erfolg. Dann verliebt er sich auch noch in die Enkelin der Matthews-Tochter, und sie verliebt sich auch in ihn, doch ist eine Beziehung zwischen Robotern und Menschen nicht wirklich möglich. Also läßt sich Andrew immer weiter vermenschlichen. Ein menschliches Aussehen hat er mittlerweile schon erhalten und nun bekommt er auch Organe, ein Nervensystem und was sonst noch eben so zum Mensch-Sein gehört. Nur sein Roboter-Gehirn behält er. Schließlich kann er eine Beziehung mit seiner Geliebten eingehen, doch treten nun die nächsten Probleme auf: eine Ehe zwischen ihnen ist gesetzlich nicht möglich und so beginnt Andrew damit, erbittert darum zu kämpfen, vor Gericht als Mensch anerkannt zu werden, was er schließlich zu seinem 200. Geburtstag auch schafft, nachdem er sich soweit vermenschlichen lassen hat, dass er nun auch sterblich ist...
Kurz zusammenfassen kann man die Geschichte nicht, da in so einem langen Roboterleben eben so einiges passiert. Deshalb ist der Film auch 2 Stunden lang geworden, wobei er aber keine Sekunde langweilig ist und es wirklich durchgängig etwas für die Tränendrüsen gibt. Der Film hat mich wirklich zutiefst gerührt und dass in gleich mehreren Aspekten, da verschiedene Themen angesprochen werden, die einen wirklich einfach nur berühren. Der Film ist also äußerst tiefgründig, vielfältig, sympathisch und bewegend und ich kann ihn nur weiter empfehlen. Ich wüßte nichts negatives darüber zu berichten.
Robin Williams liefert eine gewohnt perfekte Leistung ab, ebenso fantastisch ist Sam Neill und auch all die anderen Schauspieler spielen so emotional und echt, dass in dem Film einfach alles stimmt.
Zudem haben wir hier mal wieder einen Film mit Tiefgang, einen Film, der zum Nachdenken anregt und das gleich in Bezug auf mehrere Themen. Doch das möchte ich nun nicht weiter ausdehnen, da sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen kann und das ganz sicher auch wird, wenn er sich diesen Film ansieht. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß mit diesem Film. Er sollte in keiner Sammlung fehlen und ihn zu sehen lohnt sich wirklich, nicht nur für Leute, die Robin Williams mögen!T
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 27. November 2004 | | |
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